Questionette

Veröffentlicht in Reflectionette von questionette am 31. Januar 2009

(…) Theorie brauchen sie (hier: Menschen unterschiedlicher Religionen im Iran) eigentlich nicht. Wozu, wenn man miteinander lebt, muss man dann den anderen fragen, woran er glaubt und aus welchem Grund er glaubt; weil der Glaube ist doch wohl für jeden eine sehr persönliche Sache … ich muss sagen, ich sehe das nicht als notwendig, wenn man gut miteinander leben kann, das man dann auch vordergründig über den Glauben miteinander redet. (…)

(Sternstunde Religion: Interreligiöser Dialog im Schatten des Nahostkonfliktes – Eine Muslimin, ein Jude und eine Christin im Gespräch; und zwar: die christliche Theologin Viola Raheb (Palästinenserin), die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi (Iranerin), der Rabbiner Tovia ben Chorin (Israeli).

 

Irgendwie ein schönes Gespräch; und zwar gerade weil man sieht wie schwierig es ist miteinander zu reden …  Der Versuch von Viola Raheb immer wieder die Genauigkeit ins Spiel zu bringen, sich genau anzusehen aus welcher Perspektive man etwas betrachtet, zu reflektieren wovon man genau redet, das ist schon immer wieder ein wichtiger Hinweis. Interessant dabei auch ihre Position als Theologin und ihre Forderung, dass Vertreterinnen von Religionen sich auch die Hände „schmutzig“ machen müssen, sprich: zu Wort melden, wenn es darum geht, dass etwas „im Namen der Religion“ passiert, was eher politisch oder ideologisch motiviert ist.

Auch die realistische Sicht von der islamischen Theologin Hamideh Mohagheghi gefällt mir : Dialog hat seine Grenzen. Punkt.  (…und trotzdem)

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