Questionette

Veröffentlicht in Humor, NEU /!, Poesie /!, Reflectionette, Sprache von questionette am 11. August 2008

„Ich will jetzt nicht politisieren. Das Schlimmste was mir passieren kann; … wenn ich irgendein Stammtischmensch werde. … Ich bin froh, dass Sie wieder von einem Buch erzaehlen, ich bin schon in Schweiss ausgebrochen. … Wenn ich so spreche, wie ich gerade gesprochen habe, dann denke ich das ist der Jargon der Uneigentlichkeit. … Ich fuehle mich absolut uneigentlich, wenn ich aus den Bildern herausgerate, aus den Geruechen, aus den Anblicken, bin ich nicht ich. (Peter Handke im Interview mit Volker Panzer, Zdf, 2008)

Sehr schoenes Interview. Es dauert ca. eine Stunde. 

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Volker_Panzer_trifft_Peter_Handke/Sendungen_Alle,476/448210

Veröffentlicht in Humor, Reflectionette von questionette am 25. März 2007

Veröffentlicht in Humor, Poesie /!, Reflectionette von questionette am 18. März 2007

Die Frage ist“, sagt Godard, „ob man sich für Leute interessiert, für eine bestimmte Zahl von Leuten, und ausgehend davon, wie man die Leute erreicht.“

The Man with the movie Camera / Dziga Vertov, Musik: Cinematique Orchestra

I like that!

Veröffentlicht in Humor, Poesie /! von questionette am 22. Januar 2007

Lena Kvadrat artpoint.ru  macht eine "Modenschau" (maknite, Wien). 
Es ist eine Meta-Modenschau. Texte zur Faltenbildung -  mit theoretischem Unterbau  – werden waehrend der Modenschau gelesen, ironisiert. Die Modells ziehen eine Meta-Ebene ein, klar! (bei Lena Kvadrat) Am Schluss tritt Lena Kvadrat kurz auf und laesst einen Stoffhund, den ihr Partner haelt, erst "Wuff" machen, dann Wedeln. Ein Ausdruck der Freude und des Dankes ans Publikum.
SCHOEN!
Sie kann ihre eigene Meinung und Theorie auch aus einer anderen Perspektive gesehen akzeptieren (Lena Kvadrats Texte werden von der Theatergruppe toxic dreams interpretiert und teilweise ad absurdum gefuehrt). Aber was mir besonders gefaellt ist die Hundenummer.

!!!
(Die Wuffs, die bei Google kommen, gefallen mir nicht. Es gibt also kein Bild)

Signifyin’ …?

Veröffentlicht in Humor, Sprache von questionette am 11. Januar 2007

 

 

Blackaustria hat eine Campagne gestartet, die sich zum Ziel gesetzt hat (…) dass Menschen nicht aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert oder gar kriminalisiert werden.
(…)
Darüber hinaus soll die Kampagne die in Österreich lebenden schwarzen
Menschen unterstützen, sich aus der Opfer- und Täterrolle heraus zu
bewegen.

www.blackaustria.at

Ich habe die Plakate im Bus durch den 22. Bezirk gesehen.
Die Sprache der Sprueche stoesst mir irgendwie auf.
These:
In Oesterreich, Wien, laeuft sehr viel „Verstaendnis, Schmaeh, Spass“ ueber das Verbale.
Political Correctness,
als Form einer Uebereinkunft verbal sich „korrekt“ zu verhalten, nimmt
einiges an „Spass, Unterhaltung“, gilt als „brav, gutmenschlerisch“.
Die
Plakataktion fuehrt festgefahrene Stereotype sprachlich ad absurdum und
uebernimmt damit irgendwie zugleich den negativen Sprachwitz der
Oesterreicher, Wiener.
Frage:
Ist soviel sprachliche „Integration“ notwendig?
Ist
es eine subtile Unterwanderung und somit Aufdeckung der
Integrationsansprueche, die teilweise voellig am Ziel vorbeischiessen
durch die „Umkehrung“ der Sprache?

Ps. Nach 2 Jahren
Nicht-Oesterreich und einer anderen (oft koerperlicheren) Art Spass zu
haben – wohl auch, weil mir als Aussenstehender fuer sprachliche
Feinheiten das Gehoer fehlte – war es eine Weile wie Hammerschlaege,
dass in Oesterreich das „Bloed-Anreden“ (zwischen Generationen,
Maennern/Frauen, …) derart zur Unterhaltung beitraegt.
Oder ist das doch ueberall so?