Questionette

Veröffentlicht in Islam - "Islam" /?, Poesie /!, Sprache, Uncategorized von questionette am 10. Januar 2009

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Sibylle Thelen (Stuttgarter Zeitung) im Gespräch mit dem türkischen Autor Murat Uyurkulak („Zorn“) 

In Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung (Dauer 45:25)

Veröffentlicht in Poesie /!, Sprache von questionette am 21. September 2008

Jetzt wollte ich grad ein Video von der 3sat-Sternstunden-Reihe: Kapitalismuskritik mit Joseph Stieglitz einbetten, aber leider funktioniert das (noch) nicht. Und an statt dessen leg ich jetzt, ich liebe es ja, am Sonntag erst die Sternstunden zu schauen und dann oft noch den Literaturclub, diesen Herrn hier an die Herzen: Stefan Zweifel, der fällt auf, weil er so wunderschön sensibel, genau und dabei auch sehr witzig redet:
Hier, bitte:

Und vor den Sternstunden gibt es auch eine sehr interessante, weil angenehm altmodisch wirkende Sendung: erzählte Literaturgeschichte.

Veröffentlicht in Humor, NEU /!, Poesie /!, Reflectionette, Sprache von questionette am 11. August 2008

„Ich will jetzt nicht politisieren. Das Schlimmste was mir passieren kann; … wenn ich irgendein Stammtischmensch werde. … Ich bin froh, dass Sie wieder von einem Buch erzaehlen, ich bin schon in Schweiss ausgebrochen. … Wenn ich so spreche, wie ich gerade gesprochen habe, dann denke ich das ist der Jargon der Uneigentlichkeit. … Ich fuehle mich absolut uneigentlich, wenn ich aus den Bildern herausgerate, aus den Geruechen, aus den Anblicken, bin ich nicht ich. (Peter Handke im Interview mit Volker Panzer, Zdf, 2008)

Sehr schoenes Interview. Es dauert ca. eine Stunde. 

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Volker_Panzer_trifft_Peter_Handke/Sendungen_Alle,476/448210

What the hell …“politisch-korrekter Gutmensch“ /?

Veröffentlicht in Sprache von questionette am 22. Januar 2007

via misik.at
Schwarz gegen Frau. Clinton versus Obama (…)
"Ein Duell, das kaum jemanden kalt lässt. Auch hierzulande nicht. Zu wem
tendiert man da instinktiv, zumal als politisch-korrekter Gutmensch wie
meinesgleichen? (…)"

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Vorweg. Ich lese misik.at gerne.
Aber.
Sind Selbstbeschreibungen wie "politisch-korrekter Gutmensch" auch wenns absichtlich ist und witzig gemeint nicht langsam unnoetig?
Wieso bezieht man sich selbst staendig auf das Sprachspiel einer Mehrheit (????)?
Hab ich jede Art von Humor verloren?
Warum hab ich es satt, mich zu rechtfertigen, dass ich – aus meiner Sicht – doofe, arrogante, … Stereotype – wenns mir auffaellt – nicht wiederholen mag?
Warum beschreibt sich Misik selbst ironisch, so ist es wohl gemeint, als politisch-korrekten Gutmenschen?
Und was hat das eigentlich mit Gut-Sein zu tun?

Neue Humorformen ?

Veröffentlicht in Sprache von questionette am 22. Januar 2007

Heute im Standard 
[dag] Tolle Kernkraft
"Also ehrlich, es gibt kaum zusätzliche Fälle von Blutkrebs in der Nähe deutscher Atomkraftwerke…"
Im Internet wird Kindern unter www.Kernkraft-Kids.de erklärt, wie wichtig Atomstrom ist und wie gefahrlos er gewonnen werden kann.
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Zitat: "Also ehrlich, es gibt kaum zusätzliche Fälle von Blutkrebs in der Nähe deutscher Atomkraftwerke. Und ein direkter Zusammenhang mit den AKWs ist sowieso nie nachgewiesen worden. Keine Panik also!" Oder: "Uranerz wird z. B. in Afrika gewonnen. Dadurch werden dort ganz viele Arbeitsplätze geschaffen!"
Oder: "Die meisten Atomkraftgegner sind total beknackte Chaoten, oft militante Autonome oder total uncoole Haschischraucher. Da sie keine sachlichen Argumente gegen Atomkraft haben, randalieren sie und werfen Steine!"
Dazu zwei Fragen an Sie, (deren Beantwortung mir selbst von Glosse zu Glosse schwerer fällt): Ist die satirische Form, die sich der Übertreibung bedient und mit Ironie ans Werk geht, um Missstände aufzuzeigen, noch zeitgemäß?
Was, wenn sie mit freiem Auge nicht mehr von politischen Allheilmitteln, der fahrlässigen Lüge (z. B.: Wahlversprechen), der dreisten Schönfärberei, der plumpen Verharmlosung unterschieden werden kann?
PS: Die Kernkraft-Homepage entstammt den jungen deutschen Grünen. (Daniel Glattauer, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.01.2006)

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Ist die satirische Form, die sich der Übertreibung
bedient und mit Ironie ans Werk geht, um Missstände aufzuzeigen, noch
zeitgemäß?
(Dieser Frage schliesse ich mich an.)

SPRACHLOS

Veröffentlicht in Sprache von questionette am 11. Januar 2007

Sauna-Aufguss in Laa an der Taya.
Sehr ruhig. Der Mann, der aufgiesst, spricht nicht. Faellt mir irgendwie auf, stoert mich aber nicht.
Pause. Derselbe Mann spricht mit einer Frau sehr leise auf Tschechisch.
Naechster Aufguss (wird von Saunagaesten selbst gemacht). Eben dieser Mann als Aufgiesser.
Vereinzelt Aeusserungen des Wohlgefallens, darunter auch die Frau.
Und noch ehe sie sich kommentierend aeussert, schiesst es mir durch den Kopf: Nein! Bitte nicht auf Tschechisch reden, sonst ist die Stimmung dahin und es gibt womoeglich bloede Bemerkungen.
(Verwunderung von meiner Seite und die Erinnerung an Laa dann ein paar Tage drauf bei einer Billa-Kassiererin, die aus meiner Sicht auf Kunden,  die mit ihr – Sprache hab ich leider nicht verstanden – ganz nett reden wollten, abweisend reagierte.)
Wow.
Was ist da los (mit mir?)?

Signifyin’ …?

Veröffentlicht in Humor, Sprache von questionette am 11. Januar 2007

 

 

Blackaustria hat eine Campagne gestartet, die sich zum Ziel gesetzt hat (…) dass Menschen nicht aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert oder gar kriminalisiert werden.
(…)
Darüber hinaus soll die Kampagne die in Österreich lebenden schwarzen
Menschen unterstützen, sich aus der Opfer- und Täterrolle heraus zu
bewegen.

www.blackaustria.at

Ich habe die Plakate im Bus durch den 22. Bezirk gesehen.
Die Sprache der Sprueche stoesst mir irgendwie auf.
These:
In Oesterreich, Wien, laeuft sehr viel „Verstaendnis, Schmaeh, Spass“ ueber das Verbale.
Political Correctness,
als Form einer Uebereinkunft verbal sich „korrekt“ zu verhalten, nimmt
einiges an „Spass, Unterhaltung“, gilt als „brav, gutmenschlerisch“.
Die
Plakataktion fuehrt festgefahrene Stereotype sprachlich ad absurdum und
uebernimmt damit irgendwie zugleich den negativen Sprachwitz der
Oesterreicher, Wiener.
Frage:
Ist soviel sprachliche „Integration“ notwendig?
Ist
es eine subtile Unterwanderung und somit Aufdeckung der
Integrationsansprueche, die teilweise voellig am Ziel vorbeischiessen
durch die „Umkehrung“ der Sprache?

Ps. Nach 2 Jahren
Nicht-Oesterreich und einer anderen (oft koerperlicheren) Art Spass zu
haben – wohl auch, weil mir als Aussenstehender fuer sprachliche
Feinheiten das Gehoer fehlte – war es eine Weile wie Hammerschlaege,
dass in Oesterreich das „Bloed-Anreden“ (zwischen Generationen,
Maennern/Frauen, …) derart zur Unterhaltung beitraegt.
Oder ist das doch ueberall so?